Abstimmen für das Semesterticket!
Die Grüne Hochschulgruppe ruft alle Studierenden dazu auf in der kommenden Woche an der Abstimmung über das Semesterticket teilzunehmen und mit “Ja” zu stimmen. Nur wenn mindestens 10% aller eingeschriebenen Studierenden von Dienstag bis Donnerstag (25.-27.10.) zur Wahl gehen und mit Ja stimmen, wird es im kommenden Sommersemester ein Semesterticket geben.
Die Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben sind auch in diesem Jahr nicht zufriedenstellend verlaufen. Der Preis ist nach dem rapiden Preisanstiegen nach 2003 weiterhin auf hohem Niveau und eine faire Berechnung auf Grundlage unabhängiger Gutachten konnte auch für die kommenden drei Jahren nicht gegen die Verkehrsbetriebe durchgesetzt werden. Dennoch bietet das Semesterticket nach wie vor mehr Vor- als Nachteile.
Das Semesterticket lohnt sich für alle, die für den Zeitraum der Vorlesungszeit regelmäßig die Öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Für das kommende Sommersemester würden 172,60 € für die gesamten sechs Monate fällig. Sollte das Semesterticket scheitern, wären die meisten FU-Studierenden gezwungen ein ermäßigtes Monatsticket für 52 € pro Monat und das Tarifgebiet AB zu kaufen. Ab dem vierten Monat wird also draufgezahlt. Dagegen bietet das Semesterticket eine Fahrradmitnahme und die Nutzung im Tarifgebiet ABC. Wer lieber sporadisch fahren möchte, würde für die Kosten eines Semestertickets 75 Einzelfahrausweise (AB) bekommen, dürfte also an insgesamt 33 verregneten Tagen oder zu Ausflügen den ÖPNV nutzen ohne mehr zu bezahlen. Das Semesterticket bedeutet also einen erheblichen Gewinn an Mobilität und für die meisten Studierenden eine Ersparnis. Deswegen sollte es in jederfrau und jedermanns Interesse sein.
Darüber hinaus bietet das Semesterticket auch ökologische und soziale Vorteile. Ökologisch ist das Semesterticket deswegen, weil viele Leute, die sonst ein Auto nutzen würden, motiviert werden, eher die U-Bahn zu nehmen. Sie würden, falls sie dennoch das Auto bevorzugen, doppelt bezahlen, nämlich für das Semesterticket und für den Unterhalt des Autos. Für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung ist es unverzichtbar U- und S-Bahnen in engen Taktzeiten und guter Auslastung fahren zu lassen.
Das Semesterticket ist auch sozial, weil es für Studierende mit geringem Einkommen und besonders für solche in Notlagen die Möglichkeit gibt, einen Zuschuss oder sogar eine vollständige Erstattung durch den Sozialfond des Semestertickets zu erhalten. Dieser Zuschuss kann im Semesterticketbüro beantragt werden. Sollte das Semesterticket scheitern, werden vor allem die sozial Schwächsten unter den Studierenden darunter leiden, weil dann auch die Möglichkeit eines Zuschusses aus der Solidarkasse entfällt.
Die Abstimmung läuft von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9:45 Uhr bis 16:15 Uhr. Es gibt insgesamt sechs reguläre Wahllokale in den großen Fachbereichen und ein Briefwahllokal in der Silberlaube, in dem jedeR Studierende unabhängig von seiner Fachbereichszugehörigkeit wählen darf.
Die Orte der einzelne Wahllokale sind:
Briefwahllokal für alle FB / ZI
Habelschwerdter Allee 45, 14 195 Berlin, Erdgeschoss,
L-Straße vor der Erziehungswissenschaftlichen Bibliothek
FB Veterinärmedizin + FB Geschichts- & Kulturwissenschaften
Koserstr. 20, 14 195 Berlin, Erdgeschoss, Flur
FB Rechtswissenschaft + FB Wirtschaftswissenschaft
Van´t-Hoff-Str. 8, 14 195 Berlin, Wandelhalle
FB Politik- & Sozialwissenschaften + ZI Osteuropa-Institut
Ihnestr. 21, 14 195 Berlin, Erdgeschoss, Foyer
FB Philosophie & Geisteswissenschaften + FB Erziehungswissenschaft & Psychologie + ZI John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien + ZI Lateinamerika-Institut
Habelschwerdter Allee 45, 14 195 Berlin, Erdgeschoss, Foyer vor der Mensa
FB Mathematik & Informatik + Studierende der Bioinformatik + FB Physik + FB Biologie, Chemie, Pharmazie
Arnimallee 3, 14 195 Berlin, Erdgeschoss, Raum 006 (Teeküche)
Charité – Universitätsmedizin Berlin (Wanderurne) + FB Geowissenschaften
Hindenburgdamm 30, 12 200 Berlin, Nordrampe, Foyer vor der Cafeteria; Dienstag 25. Oktober 2011
Malteser Str. 74-100, 12 249 Berlin,Haus G, Erdgeschoss, Foyer; Mittwoch/Donnerstag 26./27. Oktober 2011
