Akademischer Senat entscheidet über Bachelor-/Master-Überarbeitung
Was lange dauert, kann am Ende gut werden. Heute entschied der Akademische Senat einmütig nach einstündiger Diskussion über die “Leitlinien zur Überarbeitung des Bachelor/Master”. Diese sollen in der Diskussion in den Fachbereichsräten nun Berücksichtigung finden um das Studium zukünftig flexibler und studierendenfreundlicher zu gestalten. Die Vorlage wurde am Runden Tisch vorbereitet und setzt Forderungen des Bildungsstreik um (Vorlage C der unten aufgeführten Vorlagen des Runden Tisches). Die zehn Punkte sollen bei der Neugestaltung der Prüfungsordnungen Berücksichtigung finden um das Studium flexibler und studierbarer zu machen:
1 – Einführung von Modulen mit nur einer Lehr- oder Lernform
2 – Module nach freier Wahl von bis zu 30 LP aus dem gesamten Lehrangebot der Universität
3 – Wahlmöglichkeiten Alternativer Prüfungsformen und Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Formen Aktiver Teilnahme
4 – Eindämmung der Kleinteiligkeit von Prüfungsleistungen
5 – Modulübergreifende Prüfungen
6 – Einführung unbenoteter Module
7 – Freiversuchsregelungen bei Prüfungen
8 – Möglichkeit zur Erweiterung der Bearbeitungsdauer der Bachelor-Arbeit auf bis zu 18 Wochen
9 – Bildung der Gesamtnote nur noch aus mindestens 2/3 aller Modulnoten oder abweichende Gewichtungsfaktoren bei der Bildung der Note.
10 – Einführung von Kompensationsregelungen
Dieses konziliante Verhalten des Akademischen Senats ist bemerkenswert und zeigt, dass ein konstruktiver Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden zum Vorteil aller möglich ist.
Leider reichte der gute Wille einiger professoraler Mitglieder danach nicht mehr um auch noch die Wiedereinführung von Projekttutorien positiv zu bescheiden. Die Vorlage von Michael Bongardt hatte dabei nur zum Ziel eine Arbeitsgruppe zu gründen, die die Möglichkeiten einer Anrechnung von Projekttutorien sowie die nötigen finanziellen Mittel ausloten sollte. Diese hätte den AS weder in die eine noch in die andere Richtung festgelegt. Dennoch hatten einige Mitglieder des AS wohl Bauchschmerzen bei dem Gedanken an selbstbestimmtes Lernen und verwiesen die Vorlage zurück an den Runden Tisch und die Kommission für Lehre, wo ein ausgereifteres Konzept entstehen solle. In eben diesem Runden Tisch und KfL wurde die Idee der Projekttutorien jedoch bereits ausgiebig diskutiert und einhellig für gut befunden. Es hat den Anschein, als sei das Wohlwollen des AS in vielen Fällen tageszeitabhängig und ab 17:30 nur noch eingeschränkt zu haben.
Mitschrift AS-Sitzung am 10.02.2010
Beschlussvorlagen des Runden Tisches für den Akademischen Senat Die Leitlinien zur Neugestaltung von Bachelor und Master (Vorlage C) wurde einmütig angenommen und den Fachbereichen zur Berücksichtigung empfohlen. Die Vorlage H zur Einrichtung von Projekttutorien wurde vertagt.
Konzept Projekttutorien an der FU von einer studentischen Initiative zur Wiedereinführung von Projekttutorien.
