Offenheit statt Hausverbote in der AStA-Villa
Am Freitag nach der StuPa-Wahl wurde einem studentischen Gremienvertreter der FSIn-/Offene Liste Hausverbot in der AStA-Villa erteilt. Eine konkrete Begründung dafür wurde Mathias Bartelt nach eigenem Bekunden nicht mitgeteilt.
Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert die Praxis ein willkürliches und politisch motiviertes Hausverbote für die AStA-Villa auszusprechen. Alle Studierenden haben ein Recht Beratungen oder Unterstützung durch die studentische Infrastruktur in Anspruch zu nehmen. Wenn gewählte Vertreter_innen des Akademischen Senat oder der Fachbereichsräte oder allgemein engagierte Studierende nicht einmal mehr ihre Sitzungsunterlagen im AStA-Keller kopieren oder einscannen können ist der Gipfel von Intransparenz und politischer Willkür erreicht! Es ist nicht akzeptabel, dass aktiven Studis die studentische Infrastruktur aufgrund von politischer Willkür verweigert wird. Der AStA ist gewählt um die studentische Gremienarbeit zu unterstützen und hält dafür die Infrastruktur bereit.
Die GHG fordert für die AStA-Villa die Aufhebung aller nicht schriftlich begründeten oder nicht nachvollziehbaren Hausverbote! Wenn überhaupt sollten in Zukunft nur befristete und glaubhaft begründete Hausverbote erteilt werden! Diese Ausschlusspolitik gegenüber politisch missliebigen Personen ist skandalös!

wird die GHG jetzt zum sprachrohr von mathias bartelt?
das hausverbot für ihn hat konkrete gründe – die weiterleitung privater mails über öffentliche verteiler, um einzelne personen zu diskreditieren, die bedrohung eines AStA-referenten, und nicht zuletzt die seit jahren “geleistete” destruktive, nicht nur gegen die struktur des AStA sondern auch gegen das bestehen der FSIn in ihrer jetztigen form gerichtete arbeit.
wer meint, linke strukturen dürften sich gegen diffamierungen und unverhohlene politische feindschaft nicht verteidigen, der verwechselt “offenheit” mit willfährigkeit.
es geht übrigens nicht darum, dass sich nur politisch “genehme” menschen im AStA betätigen dürfen – aber wer personen aus dieser struktur beleidigt und bedroht, wer nicht zwischen (berechtigter) kritik an der institution und dem austragen persönlicher feindschaften über die kritik an dieser institution unterscheiden kann, der muss eben ohne den kopierer im keller leben können.
anonymous - Samstag, 23. Januar 2010 at 16:11 Uhrhier wird so getan als ob das der alltag in der asta-villa wäre. es geht hier genau um einer person und nicht um “hausverbote” (also nicht in der mehrzahl), “ausschlusspolitik” oder “politisch missliebige personen” sondern genau um einen fall: einen einzelfall.
und überhaupt: das verhalten der ghg hier ist alles andere als rühmlich. anstatt nach den gründen zu fragen, wird hier bewusst etwas behauptet, das einfach nicht stimmt. irgendwie wirkt das auch fast schon etwas paranoid hinter so etwas den versuch “die opposition” mundtot zu machen zu wittern.warum ihr euch gerade auf die fundamental-oppositions-schiene einschießen wollt und hier schön schwarz-weiß malt (übrigens auch im letzten artikel) ist mir dabei auch unklar. anstatt mit irgendwelchen verschwörungstheorien zu kommen, hättet ihr einfach nachfragen können. oder mathias hätte auf die begründung gewartet, bevor ihr mit (nicht einmal) halbwahrheiten argumentiert.
falko - Sonntag, 24. Januar 2010 at 21:44 Uhr“Alle Studierenden haben ein Recht Beratungen oder Unterstützung durch die studentische Infrastruktur in Anspruch zu nehmen.”
Selbstverständlich – deswegen war und ist es im Übrigen auch Menschen mit Hausverbot erlaubt, Beratungen wahrzunehmen und Anträge zu stellen. Soviel dazu.
Ronny - Mittwoch, 27. Januar 2010 at 19:34 UhrSehr geehrte Kommentatoren,
zunächst ist es uns natürlich klar, dass es sich zunächst um einen Einzelfall handelt. Trotzdem ist für mich dieser Einzelfall keinesfalls hinnehmbar. Das Hausverbot hat aus meiner Sicht rein gar nichts mit Bedrohungen zu tun (die meines Wissens und nach Darstellung vieler weiterer Leute so überhaupt nicht stattgefunden haben). Was einige Menschen als Beleidigung oder Diffamation empfinden ist sehr stark Auslegungssache, auch Kritik wird oft als solche wahrgenommen.
Und der Vorwurf destruktiver Arbeit ist absolut nicht gerechtfertigt: Von der betreffenden Person wird seit Jahren sehr gute Gremienarbeit geleistet. Dass Kritik an den Strukturen des AStA sehr leicht persönlich werden kann, will ich überhaupt nicht abstreiten, doch zu solch einer persönlichen Feindschaft gehören immer zwei Seiten. Durch ein Hausverbot wird diese noch verstärkt, und anstatt sich mit der sehr wohl gerechtfertigten Kritik auseinanderzusetzen verliert man sich in persönlichen Anfeindungen.
Ich hoffe, wir sind uns alle einig, dass das kaum in unserem Sinne und im Sinne unserer größtenteils doch gemeinsamen Ziele ist.
Ich finde es daher notwendig, dass das Hausverbot unverzüglich zurückgezogen wird, falls es keine handfesten Gründe außer den hier vorgebrachten vagen Behauptungen gibt.
Finn - Donnerstag, 28. Januar 2010 at 10:58 UhrIch dachte eigentlich, dass die ghg bereit ist nicht immer Grabenkämpfe zu führen und konstruktiv an einer Umgestaltung der Universität mit anderen zusammen zu streiten. In den letzten Monaten war ich fast davon überzeugt konstruktiv, inhaltlich mit der ghg zu arbeiten. mal sehen wie sich das weiterentwickelt und ob es wieder zu sinnloser Totalopposition kommen wird – wäre schade.
enteuschte Studentin - Freitag, 29. Januar 2010 at 17:16 Uhrwe will see
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