StuPa diskutiert über Fortführung des Semesterticket
Am vergangenen Freitag fand die dritte Sitzung des Studierendenparlaments in diesem Jahr statt. Jenny Simon, die scheidende Semesterticketbeauftragte berichtete über die Entschädigungsverhandlungen für das laufende Jahr sowie über die Verhandlungen über das kommende Semesterticket.
Als Entschädigung für die Zugausfälle der S-Bahn, die immer noch mit einem eingeschränkten Notfahrplan fährt, wurde wieder eine Ermäßigung von 28 Euro, das heißt ein Sechstel des aktuellen Ticketpreises gewährt. Der Betrag wurde den Studierenden bereits beim Bezahlen des Semesterticket für das Wintersemester 2011/12 gutgeschrieben. Leider ist es wieder nicht gelungen einen Weg zu finden, wie auch diejenigen entschädigt werden können, die in diesem Semester ihr Studium beenden. Die BVG ist in diesem Punkt wie auch in den letzten Jahren nicht zu Zugeständnissen bereit.
Indessen stehen die Verhandlungen um das neue Semesterticket, das ab 1. April gelten soll vor dem Abschluss. Die Landeskoordination für das Semesterticket hat mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg leider nur wenige Verbesserungen aushandeln können. Insgesamt bleibt das Ergebnis nicht zufriedenstellend, da die massiven Preiserhöhungen der Vergangenheit weiter im Preis enthalten bleiben und nicht durch unabhängige Berechnungen korrigiert werden. Dazu wird es weitere Preiserhöhungen von 2,8 % geben.
Immerhin wurde erreicht, dass zukünftige Preisanstiege sich an einem Index orientieren, der sich aus der Entwicklung der Lebenshaltungskosten sowie des Anstiegs der Mineralölpreise zusammensetzt und damit nicht mehr willkürlich von den Verkehrsunternehmen diktiert werden kann. Zudem konnte die Verhandlungsposition der Studierendenschaften dadurch verbessert werden, dass nun direkt mit allen beteiligten Verkehrsunternehmen an einem Tisch verhandelt wird und nicht mehr wie bisher über die Vermittlung des VBB.
Weitere Anliegen der Studierendenschaft der FU wurden thematisiert, allerdings nur zum geringen Teil mit positiven Ergebnis. So soll es jeweils im Abstand eines halben Jahres ein Forum geben, auf dem der VBB seine Bauvorhaben mit den Semesterticketbeauftragten besprechen möchte. Dort können dann die FU-Studierenden, die sich seit Langem einen Fahrstuhl am U-Bahnhof Thielplatz, sowie für eine zweite Treppe am U-Bahnhof Dahlem-Dorf wünschen, thematisiert werden.
Eine Erweiterung des Geltungsbereiches des Semestertickets nach Brandenburg wurde vonseiten der Landeskoordination ebenfalls versucht. Der gegenwärtige Vorschlag des VBB dazu ist, den Geltungsbereich gegen eine Erhöhung von 43 Euro zu erweitern. Dieser Vorschlag wurde als zu teuer zurückgewiesen, sodass es beim bisherigen Geltungsbereich, dem Berliner ABC-Bereich, bleibt.
Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden noch mindestens bis Ende Juli dauern. Danach ist vorgesehen, das Verhandlungsergebnis mit der Urabstimmungsfrage sobald wie möglich öffentlich auf den Seiten des Semtix-Büros sowie des AStA und des Studentischen Wahlvorstands einsehbar zu machen. Der AStA würde Anfang September mit einem entsprechenden Beschluss eine Urabstimmung zum 25.-27. Oktober beantragen. Die Studierenden der FU wurden bereits mit ihren Rückmeldeaufforderungen auf diesen Abstimmungstermin hingewiesen. Da das Semesterticket für alle Studierenden verpflichtend ist, gilt eine Mindestbeteiligung von 10%.
Im Anschluss wurde Falko Grothe als Nachfolger für Jenny Simon in die Funktion des Semesterticketbeauftragten gewählt. Er tritt sein Amt zum 1. November an und leitet dann das Semtixbüro, dass über Ermäßigungen zum Semesterticket entscheidet und vertritt die FU in Verhandlungen mit dem VBB. Wir danken Jenny für ihre langjährige engagierte und sachkundige Arbeit und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Falko.
